Erdbeben

Ein Erdbeben ist eine Erschütterung der Erde, deren Ausgang im Erdkern stattfindet. Aufgezeichnet werden die Beben mit einem Seismographen. 1883 entwickelte zwei Geologen eine zehnstufige Skala, um Beben messen zu können. Heute gibt es eine zwölfteilige, die Mercalliskala. Das ist das einzige Messverfahren, das subjektiv ist. So kann man die Auswirkungen eines Bebens auf Mensch und Natur beurteilen. Manche Beben kann man nicht spüren, andere haben fatale Auswirkungen, ganze Landstriche können zerstört werden.

Unter der Erde sind Platten. Verschieben sich diese oder prallen sie aufeinander, bebt die Erde. Den Punkt, auf der Erdoberfläche, worunter das Erdbeben ausgebrochen ist, nennt man Epizentrum. Oft bebt die Erde auch noch leicht nach dem eigentlichen starken Beben, diese Erschütterungen nennt man Nachbeben. Sie können ebenso Schaden anrichten, da die Natur sich vom ersten Beben noch nicht erholt hat.

Nicht überall ist die Erdbebengefahr gleich groß. Vor allem dort wo die Stoßpunkte der Erdplatten sind, kommen häufigere und heftigere Beben vor.
Wenn das Epizentrum eines Erdbebens mitten in einem Meer oder Ozean liegt, spricht man von einem Seebeben. Dieses kann Flutwellen auslösen, die verheerende Folgen haben. Ganze Küstengebiete können dabei überflutet werden. Diese Flutwelle heißt Tsunami.

Das schwerste Erdbeben, das es jemals gegeben hat war am 22. Mai 1960 in Chile mit einer Stärke von 9,5. Das stärkste Beben unseres Jahrhunderts in Deutschland war in der Nähe von Roermond im Jahre 1992. es hatte eine Stärke von 5,5. Eine Vorhersage, wo und wann ein Beben stattfinden wird, gibt es nicht, obwohl Wissenschaftler ständig daran arbeiten.