Flüsse

Das Wort Fluss kommt aus dem althochdeutschen und bedeutet fließen. Alle Gewässer, die im Binnenland in einer natürlichen Bahn fließen, werden als Flüsse bezeichnet. Der Querschnitt des Flusses wird in Wasserkörper, Gewässersohle und in das Ufer unterteilt.

Ströme sind Flüsse, die in das Meer münden. Ein Fluss entsteht durch das Zufließen kleinerer Gewässer in seinem Verlauf. Es gibt zwei Arten, wie ein Fluss in das Meer mündet. Entweder bildet er kleine astförmige Verläufe oder ein Delta. Das bekannteste Delta ist das Nildelta.

Der längste Fluss der Erde ist der Nil in Afrika mit 6.670 Kilometern, der längste Deutschlands der Rhein, der in die Nordsee mündet. Die Fließgeschwindigkeit eines Flusses ist abhängig von dem Gefälle des Flussbettes und von dem Untergrund. Da er kleine Steine mit sich führt, kann sich seine Fließgeschwindigkeit ändern. Wenn so viel Geröll im Flussbett ist, dass er nicht mehr weiter fließen kann, tritt er über das Ufer und bildet Mäander. Mäander sind Flussschlingen.

Es gibt Flüsse, die nur dann Wasser führen, wenn die Schneeschmelze eingesetzt hat oder die Regenzeit begonnen hat. Diese nennt man periodische Flüsse.
Sie müssen in ihrem Verlauf Hindernisse überwinden. Ist das eine Höhendifferenz, so entstehen Wasserfälle. Ist in einem Gebiet die Gefahr gegeben, dass der Fluss über die Ufer tritt, wird er künstlich reguliert. Das geschieht mittels Kanäle und Uferbefestigungen.

Flüsse bieten Pflanzen und Tieren einen besonderen Lebensraum, da manche Lebensformen süßes, fließendes Wasser benötigen, um überleben zu können. Dabei spielt die Temperatur des Flusses eine große Rolle.